Ukraines Botschafter Vasyl Khymynets stattete dem Präsidium des NÖ Gemeindebundes Anfang der Woche einen Besuch ab. Behandelt wurden nicht nur die bisherigen zeitnahen Hilfsmaßnahmen, sondern auch, wie Niederösterreichs Gemeinden in weiterer Folge als starker Partner für die Kommunen der Ukraine tätig werden können.

Die Sorgen, die die Ukrainische Bevölkerung seit Beginn des Kriegs am 24. Februar hat, liegen auf der Hand: die ständige Bedrohung Russlands schürt die Angst vor Armut und des Existenzverlusts in der Bürgerinnen und Bürger. Doch nun naht auch noch der Winter und mit ihm als ständigen Begleiter die Kälte. Laut des Ukrainischen Botschafters Vasyl Khymynets sei die ukrainische Regierung nun gefordert, die Versorgung der Binnenflüchtlinge – was Wohnraum und geheizte Unterkunftsmöglichkeiten betrifft – aufrecht zu erhalten. Außerdem brauche man nun im Bereich der Kommunaltechnik diverse Gerätschaften und Maschinen wie Schneepflüge und Feuerwehrautos, die dazu beitragen sollen, das öffentliche Leben aufrecht zu erhalten.

Die Vizepräsidenten Josef Balber, Brigitte Ribisch und Stefan Seif, Präsident Hannes Pressl, Botschafter Vasyl Khymynets und Landesgeschäftsführer Gerald Poyssl (v.l.) trafen sich zum intensiven Austausch.

Der Botschafter betonte bei seinem Besuch, dass die Ukrainer sich mit Europa stark verbunden fühlen. Er hofft, dass sein Land in naher Zukunft der NATO und der EU beitreten könne. Über kurz- und mittelfristig soll es auch zu Gemeindepartnerschaften zwischen österreichischen und ukrainischen Kommunen kommen. „Unser Ziel wird es sein, hier einerseits Know-how über das Orts- und Vereinsleben in Österreich zu transferieren. Andererseits sollen Partnerschaften auch die Solidarität mit den Ukrainern stärken, die sich als Bollwerk der Annexion durch Russland mit immer mehr Erfolg widersetzen. Ich danke Botschafter Khymynets jedenfalls für den Besuch und werde weiterhin die Unterstützungsleistung für die ukrainischen Kommunen voranzutreiben“, bekundete NÖ Gemeindebund-Präsident Hannes Pressl seine Solidarität mit den Städten und Gemeinden des krisengebeutelten Landes.

In den kommenden Tagen wird eine Liste der benötigten Gerätschaften und Maschinen an Niederösterreichs Kommunen versendet werden. Vielleicht ist auch in Deiner Gemeinde ein ausrangierter Kamin oder ein altes Räumfahrzeug dabei, das Du entbehren kannst…