Die Starkregenereignisse des heurigen Sommers haben uns nicht nur die Realität des Klimawandels deutlich gemacht, sondern auch die OHNMACHT vor Augen geführt, mit der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister diesen enormen Dimensionen an Wasser und Schäden in ihren Gemeinden – auch wenn sie oft lokal begrenzt sind – gegenüberstehen.

Bei einem Hochwassergipfel wurden nun Fakten und Hintergründe – vor allem zu den Hangwasserkatastrophen – aufbereitet und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. LH-Stv. Stephan Pernkopf hat in Abstimmung mit den Gemeinden zu diesem „Gipfel“ eingeladen. Die wesentlichen Erkenntnisse daraus sind:

  • Es gibt Ereignisse, da nutzt auch ein Schutzdamm oder ein Rückhaltebecken nichts mehr. Wenn mehr als 200l Wasser in kurzer Zeit auf 1m2 Fläche fallen, dann muss man einfach zur Kenntnis nehmen – das ist höhere Gewalt!
  • Allerdings gibt es mittlerweile digitale Prognosemodelle, wie etwa die „Hangwasserkarte“ im NÖ.Atlas die uns die Gefahrenzonen gut aufzeigen kann und das nehezu parzellenscharf. >> Klick bitte hier den link zur HANGWASSERKARTE: → Im Kartenteil „Hochwasser“ unter dem Inhalte-Menü die „Hangwasser-Gefahrenhinweiskarte“ aktivieren.
  • Und in verfeinerten Modellen können „Prognosen“ auch hinsichtlich des zeitlichen Ablaufes und der Regenwassermengen verfeinert dargestellt werden.
  • Das Land Niederösterreich fördert die Gemeinden bei der Erstellung von gesamthaften Sonder-Katastrophenplänen mit bis zu 2/3 der Kosten.
  • Auch bei der Erstellung eines Regenwasserplanes unterstützt das Land die Gemeinden. Hierbei mit bis zu 40% der Kosten.
  • Gerade bei den lokal so unterschiedlichen Regenereignissen ist Eigenvorsorge enorm wichtig. Sandsäcke, Schaltafeln, Flutmulden oder eine erhöhte Gartenmauer können da schon Vieles helfen, wenn man – zum Beispiel mit Hilfe von Prognosemodellen – weiss, wovor man sich schützen muss.

Weitere Informationen zum Regenwasserplan auf der Website des Landes Niederösterreich: https://noe.gv.at/noe/Wasser/Wasser.html

Weitere Informationen zum „Sonderkatastrophenschutzplan Hochwasser/Hangwasser“ – ebenfalls auf der Website des Landes Niederösterreich:

https://www.noe.gv.at/noe/Katastrophenschutz/Foerd_Sonderkatastrophenschutzplan_Hochwasser.html

oder mit der zuständigen Abteilung „Feuerwehr und Zivilschutz„des Landes Kontakt aufnehmen; Langenlebarner Straße 106, 3430 Tulln, Telefon: +43 (0)2272 / 9005 – 13190, post.ivw4@noel.gv.at

Beratungsangebot der Landwirtschaftskammer Niederösterreich zu Fragen des Pflanzenbaues und der abfluss- und erosionsvermeidendenden Hangbewirtschaftung:

https://noe.lko.at/pflanzenproduktion+2500+2810999

Beratung zu technischen Schutzmaßnahmen und Schutzbauten bei den Regionalstellen der Abteilung Wasserbau:

Bilder des Hochwassergipfels zu den Starkregenereignissen vom 12.10.2021: